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Was eigentlich sind Wachsstöcke?

"gedrehtes Wachs"

Ein Wachsstock stellt eine heute kaum noch gebräuchliche, sehr dünne Sonderform der Kerze dar, der als kranzförmig o.ä. zusammengewickelte Meterware im Handel war und auf speziellen Wachsstockhaltern benutzt wurde. Da er aufgrund des recht unausgewogenen Docht-Wachs-Verhältnisses leicht rußte, war es sinnvoll, immer eine Dochtschere zur Hand zu haben.

In Wallfahrtsorten gibt es mancherorts noch heute ein reichhaltiges Angebot solcher schnurförmiger Kerzen als kunstvoll ausgestaltete Devotionalie, z.B. mit einem aus Wachs modellierten und bemalten Portrait des örtlichen Heiligen verziert. Sie dienen weniger dem Gebrauch, denn als Wallfahrtserinnerung und Schauobjekt für den heimischen Herrgottswinkel oder als Schutzobjekt in vielen Kleiderschränken.

Vor allem im katholisch geprägten süddeutschen und österreichischen Raum gab es früher den Brauch z.B. zu Maria Lichtmess, der Braut, den Töchtern und auch den weiblichen Dienstmägden, sowohl zur ersten hl. Kommunion, zur Firmung, aus Liebe, zum Segen für Kriegsgefallene usw. Wachsstöcke zu schenken. Diese Lichtmess-Wachsstöcke wurden, da es damals noch kein elektrisches Licht gab, in der dunklen Jahreszeit zur Morgen- und Abendandacht in die Kirche mitgenommen und dort angezündet, um im Gesangbuch lesen zu können.

Hier sehen sie zu erst einfache Wachsstöcke eingefärbt in verschiedenen Farben und der ursprünglichen Form!

Danach = weiter Formen und zu verschiedenen Anlässen!

 

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